Begleitung Geflüchteter


Das wichtigste und zeitlich wie inhaltlich anspruchsvollste Projekt ist die langfristige und dadurch nachhaltige Begleitung Geflüchteter,

 

Viele von uns „Riehlern“ haben bei unterschiedlichen Anlässen Flüchtlinge kennengelernt.

Einige dieser Begegnungen sind zu Freundschaften geworden mit dem Ergebnis, dass sich informelle Tandems (Geflüchtete*r und Ehrenamtler*in) gebildet haben. Gut zwanzig dieser Teams gibt es, zum Teil seit

fünf Jahren.

 

Die Begleitung ist je nach Einzelfall völlig unterschiedlich, wie die Beispiele zeigen:

 

Drei schulpflichtige Schwestern kommen regelmäßig zur Nachhilfe, bei einem anderen geht es um

die Unterstützung während der Ausbildung, dann um die Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen, um die Suche nach geeigneten Ärzt*innen oder um Beratung vor der Gerichtsverhandlung des Asylantrages.

 

Viele Probleme, nicht immer Lösungen. Oft für beide Seiten anstrengend, aber meist für beide gut:
Die Erfahrung, dass die Probleme bei fortschreitender Integration nicht aufhören, oft sogar größer werden, aber auch Schritt für Schritt gemeinsam angepackt werden.

 

Der Runde Tisch Riehl ist auch hierbei ein Forum. Bei den offiziellen (Plenum) und informellen Treffen (Zwischendurch, Ö-Treff) finden der Austausch und die gegenseitige Information statt.

 

Weil die Begleitung sich in jedem Einzelfall insbesondere bei Familien zugleich auf Schule, Ausbildung, Wohnung, Arbeit und vieles mehr beziehen kann, haben wir Riehler beschlossen, keine Einzelprojekte wie etwa „Wohnen“ oder „Arbeit“ ins Leben zu rufen. Unsere Begleiter*innen sind also eher Generalisten als Spezialisten.

 

Gerne haben wir uns in den vergangenen Jahren deshalb über das Wissen und die Erfahrungen anderer Initiativen in Köln informieren lassen - z.B. von Monika Wuttke aus Sülz zu „Wohnen“ und Andrea Ferger-Heiter aus Mülheim zu „Arbeit“.

 

Für die mehr als zwanzig Begleiter*innen:

 

Walter Eumann, März 2020