Aktuelles


Hallo zusammen,

zunächst auch von uns alles Gute für 2021.

Riehl und der Rest der Welt können es brauchen.

Durch die Pandemie bleiben unsere Aktivitäten stark eingeschränkt:
Das gilt z.B. für die Grundschulen, für das Haus Boltensternstraße 10d, für den Workshop Zivilcourage und den Ö-Treff.

Am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr gibt es unser Plenum 49, wieder als Zoom-Konferenz.

Weil es wenig Neues zu berichten und zu diskutieren gibt, verzichten wir auf eine formale Tagesordnung.

Wir freuen uns dennoch, viele von euch bei diesem PANTOFFEL-pLENUM zu sehen und zu hören! Für Getränke sorgt jede/r selbst.

Natürlich sind Anregungen und Vorschläge willkommen. Ein Gesprächsthema wird die Unterstützung des „Kölner Spendenkonvois“ für die in Bosnien gestrandeten Menschen sein.

Wer bisher noch nicht unseren Zoomzugang hat, schreibt bitte eine Mail an diese Adresse und bekommt ihn rechtzeitig.

Herzliche Grüße und bis Donnerstag!

Sebastian Rusche, Rafi Rothenberg, Christa und Walter Eumann


"Glanz statt Hetze" auch in Riehl


Vom 11. bis zum 17. August fand in Köln die Aktion „Glanz statt Hetze“ statt, bei der die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren, Stolpersteine zu reinigen. Aus diesem Anlass hatte der Runde Tisch Riehl am Samstag, den 15. August auf dem Riehler Markt einen Informationsstand aufgebaut, um über Sinn und Zweck von „Glanz statt Hetze“ zu informieren und Interessenten für die Aktion und die Arbeit des Runden Tisch zu gewinnen.

Die Stolpersteine - ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig - erinnern auf dem Bürgersteig vor dem letzten frei gewählten Wohnort an die Verfolgten der Nationalsozialisten, die vertrieben, in Konzentrationslager deportiert und dort ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Sie erinnern an deportierte und ermordete Juden, an Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas und Opfer der „Euthanasie". Europaweit gibt es inzwischen mehr als 75.000 Stolpersteine.

Der Runde Tisch befasst sich schon seit längerem mit dem Thema. Die Idee, Stolpersteine zu reinigen, geht zurück auf Rafi Rothenberg, den Vorsitzenden der Jüdisch Liberalen Gemeinde Gescher La Massoret e.V. in Köln und aktiven Mitglied des Runden Tisch Riehl. Nach dem rechtsextremen Anschlag in Halle im Oktober 2019 hatte die Gemeinde  - noch unter dem Namen „Glanz gegen Rechts“ - zu einer Putzaktion anlässlich des internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2020 aufgerufen. Bereits seit März hat der Runde Tisch Riehl Patenschaften für die neun Riehler Stolpersteine übernommen. Jeweils mehrere Riehler*innen kümmern sich um „ihre“ Steine und halten diese dauerhaft glänzend. Dazu gehört auch, sich mit den Personen und deren Geschichten zu befassen, aber auch Kontakt mit den Menschen in der Nachbarschaft rund um den Stolperstein aufzunehmen.

Die Resonanz der Marktbesucher*innen auf den Informationsstand des Runden Tisch war groß und es ergab sich eine Vielzahl von Gesprächen. Viele Besucher erwarben bei der Gelegenheit auch eine Fahne von „Kein Veedel für Rassismus“. Die Kölner Aktion gegen Rechts hat zum Ziel, dass zur Kommunalwahl im September stadtweit 11000 Fahnen mit dem Slogan an Wohnungen und Häusern hängen.

Wer noch Co-Patenschaften für Stolpersteine übernehmen möchte, kann sich unter runder.tisch.riehl@gmail.com an uns wenden.

(Wolfgang Hochwald, 25.08.2020)


Aktivitäten des Runden Tisches im Infodienst des DRK Köln

 

Der DRK-Infodienst beschreibt in seiner aktuelle Ausgabe einige unserer jüngsten Aktivitäten. Zum Herunterladen oder Ansehen der Ausgabe klicken Sie bitte auf den folgenden Link:

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Spielplatz:Alaaf!

 

Im Dezember ist er fertiggestellt geworden: der Spielplatz am Wohnheim für Geflüchtete in der Boltensternstraße. Fünf Jahre lang hatten sich die Sozialbetreuer*innen des DRK und der Runde Tisch Riehl dafür eingesetzt, dass die Kinder des Wohnheims einen Spielplatz bekommen. Im Juni letzten Jahres erfolgte der lang ersehnte Spatenstich. Wo jahrelang Mülltonnen standen, gibt es nun einen eingezäunten Bereich mit großem Sandkasten und einer schönen Turmrutsche mit vielen Klettermöglichkeiten, die von den Kindern schon intensiv genutzt werden.

 

Damit der von der Stadt Köln finanzierte und auch von der Nachbarschaft gewünschte Spielplatz auch gebührend eingeweiht wurde, organisierten die Sozialbetreuer*innen und Vertreter*innen des Runden Tisch einen Tag vor Weiberfastnacht eine kleine Karnevalsfeier. Da Erika Simon in der Kleiderkammer auch mit Kinderkostümen gut ausgestattet ist, trafen sich etwa 25 Kinder im Alter zwischen 4 und 11 Jahren zunächst in der Kleiderkammer, um eingekleidet und geschminkt auf die Feier vorbereitet zu werden. In Anwesenheit der Lokalpresse stürmten dann um 16 Uhr kleine Clowns, Engel, Spidermen, Hulks, Tiger, Zebras, Zauberer, Zwerge und viele andere Kostümierte den Kletterturm.

 

Marlene Blum, die sich am selben Tag von den Kunden ihres Geschäfts in der Stammheimerstrasse verabschiedete, hatte aus ihrem Bestand verschiedenes Sandspielzeug und vor allem einen großen Laster gespendet, der bei den Kindern schnell zum Einsatz kam. Nachdem mit Berlinern und Kräbbelchen sowie Kaffee für die Erwachsenen auch für das leibliche Wohl gesorgt worden war, stimmte Walter Eumann mit den Kindern passend zum Tag „Pänz. Pänz, Pänz“ von den Bläck Fööss auf der Gitarre an. So konnten nun alle Anwesenden gut in die kommenden Karnevalstage starten.

 

Wolfgang Hochwald


Fotografien von Christa Eumann und Wolfgang Hochwald